



Erfahrungsberichte
Dan-
Stefan
Aikido ist nicht die Kampfkunst der tausend Techniken, und sollte auch nicht mit tausend Worten beschrieben werden. Der eigene Körper, der eigene Geist in der Übung, in der Sammlung von Erfahrungen sind dessen wahre Lernquellen. Der Aikidoka geht einen langen Weg. Er legt immer wieder Prüfungen ab. Vor sich selbst. Ja, er scheitert oft und immer wieder, aber er besteht auch oft, mit der Chance, ein Leben lang zu reifen. Aikido ist gezielt, stark, effektiv. Doch gleichzeitig besänftigend, einfühlsam, auch fein. Es greift nicht an. Es hat nicht das Ziel zu vernichten. Es lenkt um, in Einheit mit dem Angiff, kraftvoll. Aikido ist äußerst anpassungsfähig, dynamisch, vorahnend. In sich ruhend. Es blickt nach vorne, und sieht auch nach hinten. Ein geschlossener Kreis, ein Zustand, der einen festhält und begleitet. Nicht nur auf der Matte.
Doch hinterfragt. Warum bin nun gerade ich bei Aikido gelandet? Durch Zufall? Ein Freund, selbst dem Aikido zugetan, wollte erleben, wie diese Kampfkunst in Frankfurt vertreten ist. Er hat an einem Training bei der FTG teilgenommen. Ich bin mitgegangen. Ich bin für Jahre geblieben. Dann musste ich plötzlich und unfreiwillig für eine lange Zeit aufhören. Doch ich bin wiedergekommen. Denn ich bin zurückgerufen worden. Von den Aikidoka, von der Harmonie der Bewegungen, von der Kraft der Griffe, vom scharfen Blick des Schwertes. Aikido hat mich zurückgeholt, im wahrsten Sinne des Wortes, und ich werde bleiben.
Ich bin kein Mann der tausend Worte. Aikido und ich, wir passen gut zusammen.
Stefan, im März 2007
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