Die Säulen des Aikido …

… und deren Gültigkeit in zielorientierten Erfolgssystemen

Neulich habe ich einige meiner Gedanken über Aikido zusammengeschrieben und meinem Vorgesetzten bei der Arbeit freundlich zum Lesen gegeben. Ob er deswegen mal zu uns ins Training kommt? Oder ist er vielleicht schon da?

Führen und folgen

  • Wer führen will, muss folgen können. Erst durch den Wechsel der Rolle erkennt man den anderen und sich selbst durch den anderen.

Das gemeinsame Zentrum mit dem „Angreifer“

  • Kritische Situation können nur gemeistert werden, wenn der eigene Schwerpunkt unter Kontrolle bleibt. In Mehrkörpersystemen ist dieser Schwerpunkt jedoch außerhalb des eigenen gewohnten Einflussbereichs. Kann der gemeinsame Schwerpunkt dynamisch unter Kontrolle gehalten werden, so wird der Gegner beherrscht. Hierzu sind sogar Rückschläge hinzunehmen, um eine bessere Ausgangsbasis für den nächsten Schritt zu schaffen.

Keine Konfrontation, sondern Kooperation!

  • Auch in kritischen Situationen ist das Prinzip der Kooperation am zielführendsten. Sogar mit dem „Gegner“! Das ist kein Widerspruch, sondern Taktik, die den Gegner „zähmt“.

Aus jeder Situation gibt es einen Ausweg durch Anpassung.

  • Wenn ein Ansatz nicht zum Ziel führt, kann, soll daraus ein neuer Ansatz entwachsen. Starre bedeutet Untergang.

Bereitschaft zum ständigen Lernen

  • Jeder Meister hat seinen Meister. Jedoch nicht immer das „mehr wissen“ ist besser. Wichtiger ist vielen Fällen ein vom eigenen abweichender Blickwinkel.

Selbstbewusstsein und Demut

  • Der Meister ist ein Vorbild. Er ist der Pol der Gemeinschaft, der Träger der Vision. Doch umso mehr, je mehr er seine Schüler als seine Meister anerkennt.

Der Faktor Zeit

  • Geschwindigkeit ist keine Schnelligkeit. Diese erwächst aus der Ruhe. Einer, der sich die Zeit nimmt für eine gründliche Analyse, trainiert seine Fähigkeiten, um auch in Notsituationen durch Gelassenheit schnell sein zu können.

Aikido bedeutet Harmonie, Energie, Weg. Diese drei begriffe finden ihre Entsprechung in den Haupttugenden eines guten Managers bzw. im Idealfall als Schwarmeigenschaften einer Gruppierung mit gemeinsamen Interessen: Begeisterung, Mut, Vision.

Harmonie mit dem Umfeld, Achtsamkeit, Gelassenheit, Umsicht und Ruhe münden in einem begeisterten/ begeisternden Umgang mit Aufgaben und Zielsetzungen.

Energie und Kraft bündeln sich in Zielstrebigkeit, die bei aller Perfektion nur durch Mut zu Rückschlägen bei Unvorhergesehenem, Mut zu neuen Wegen und vor allem Mut zur unverkrampften Phantasie und Innovationsbereitschaft erfolgreich sein wird.

Nur der Weg trägt einen zielstrebigen Menschen und führt ihn zu seiner Vision. Doch genau dieser Weg ist nie vorgezeichnet, er erfindet sich angezogen von der Vision dynamisch immer wieder neu.

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