Mein Aikido Weg

Mein Name ist Fahrudin Dedovic – Dino. Geboren bin ich im Sarajevo (Bosnien und Herzegowina). Ich trainiere seit 1992 Aikido, in Frankfurt/M seit 2005 als Co-Trainer.

Vor kurzem habe ich nach 22 Jahren Training den 2. Dan gemacht. Vielleicht wird sich der eine oder andere wundern, dass es so lange gedauert hat, obwohl ich regelmäßig trainiere und mindestens 1-2 Lehrgänge pro Jahr besucht habe (die Zentraltrainings in Schwickartshausen nicht mitgerechnet). Viele, die schon lange trainieren, werden den Sinn sicherlich verstehen. Es geht um dieses (unverkrampfte) Gefühl Aikido zu trainieren, zu leben und zu genießen. Einer der Gründe, warum ich Aikido liebe und lebe, ist, dass man niemandem etwas beweisen muss. Außerdem, Fakt ist, dass man bei Aikido keine Wettkämpfe hat, und das kann wirklich nur jemand schätzen, der solche mitgemacht hat. Ich spreche aus eigener Erfahrung.

Das erste Drittel meines (Kampfsport)Lebens habe ich mit anderen Kampfsportarten verbracht. Davon 8 Jahre Karate, wo ich etliche Wettkämpfe mitgemacht habe, und mit 18 Jahren meinen erster Dan bekam. Dann 4 Jahre Taekwondo und 1 Jahr Kickboxen. Alles in einem unheimlichen Tempo, unter dem Motto “schneller, höher und weiter”. Abgebremst, leider durch ein negatives Ereignis (ein guter Freund wurde verletzt), kam ich per Zufall zu Ki-Aikido. Die Atmosphäre, die dort herrschte, hat etwas in mir bewegt. Ich fühlte mich wohl, ruhig, ausgeglichen. Der Trainer gab mir einen alten Film über das Leben von O Sensei. Ich war fasziniert … und gefangen. Ich blieb einschließlich bis 1992 in dem Dojo.

1992, im Alter von 24 Jahren kam ich nach Deutschland. Nach kurzer Gewöhnungsphase fand ich mein neues Dojo beider FTG Frankfurt. Da fang ich mit der Takemusu Aiki an und genoss wieder dieses tolle Gefühl, Aikido zu trainieren, Harmonie zu tanken. Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich mich sehr glücklich schätzen kann, noch am Anfang einen so großen Lehrer, wie der Saito Sensei, kennenzulernen und von ihm auf Seminaren trainiert und korrigiert zu werden.

Bin auch sehr froh, auch einige seiner Schüler, wie Nemoto und Inagaki Sensei, Ulf Ewenas und Bill Witt Shihans, sowie Ethan Weisgard, Pat Hendriks, Patricia Guerri, Wolfgang Baumgartner und Miles Kessler Senseis kennen gelernt zu haben. Und last but not least, habe ich das Glück, Ute und Mark van Meerendonk Senseis, die ich seit 22 Jahre kenne, in der Nähe zu haben.

Jetzt kann ich noch sagen, bin angekommen, fühle mich gut und möchte noch mindestens 22 Jahre dabei bleiben.

Domo arigato gozaimasu.